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Sandra Luger,

Schluss mit dem D-Wort!

Die Digitalisierung: hat sie uns im Griff oder wir sie? Gerade beobachten wir eine wohltuende Trendwende: die Rückbesinnung darauf, dass sie uns helfen kann, unser Business zu stärken und zukunftsfit aufzustellen. „Entspannt digital“ – ein Dank an Timo Leukefeld beim diesjährigen Future Day in Wien für diese Aussage.

Für 2019 macht sich tatsächlich ein vorsichtiger Optimismus breit, dass wir die Dinge in den Griff bekommen. Unlängst habe ich mit einem Vorstand eines großen österreichischen Konzerns darüber gesprochen, warum wir im Privatleben so offen für alles Digitale sind und gleichzeitig so ängstlich und scheu im beruflichen Kontext. Daheim organisieren wir uns mit Hilfe diverser Tools, wir shoppen online, buchen Flüge und Reisen und sind mit der ganzen Welt vernetzt.

In der Firma braucht es oft aufwändigste Change-Prozesse und externe Berater, um Mitarbeiter an neue Tools und Prozesse heranzuführen. Total verrückt! Im Privaten sehen wir den Nutzen und die Vorteile. Diese Haltung ist auch im beruflichen Kontext gefragt. Das würde viel Zeit und Geld sparen. Das beginnt bereits bei den Begriffen: die letzten Jahre hatten unzählige Projekte das Digitalisierungs-Mascherl.

Mehr und mehr steht jetzt der Begriff Zukunftsfähigkeit an der Front. Sehr zu begrüßen! Schließlich geht es darum, die richtige Strategie zu finden und Organisationen zeitgemäß aufzustellen. Ja, da spielt Digitalisierung eine wichtige Rolle, aber eben nur eine. Mehr denn je brauchen Unternehmen eine klare Vision und ein starkes Leadership. Allen voran aber eine offene Unternehmenskultur, die Veränderungen möglich macht und fördert. Daran beißen sich viele die Zähne aus.

Und was allen unter den Nägeln brennt: wie finden wir Mitarbeiter und Fachkräfte. Quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen ist das Thema Nr. 1. Es reicht schon lange nicht mehr, sich als Arbeitgeber mit schönen Bildern zu positionieren. Wir brauchen die richtigen Botschaften und Inhalte und den direkten Dialog mit potenziellen Mitarbeitern. Und wenn uns dabei digitale Tools helfen können, umso besser.

 

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